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Studieren für mehr Demokratie auf der Welt

DAAD-Stipendiaten aus Indonesien, Kenia, Kolumbien, der Mongolei, Uganda und Brasilien starten zum Wintersemester ihr Masterstudium Management in Nonprofit-Organisationen.
Neun Studierende im DAAD-Programm „Public Policy and Good Governance“ an der FH Osnabrück
Eine demokratische Grundordnung und damit die Möglichkeit von Bürgern sich in Verbänden oder Vereinen zu organisieren, um gemeinsam gesellschaftliche Anliegen zu vertreten, ist in Deutschland selbstverständlich – in einigen Staaten in Afrika, Lateinamerika, Südasien, Südostasien und dem Nahen und Mittleren Osten sieht das dagegen schon anders aus. Damit sich das in Zukunft ändert, hat der Deutsche Akademische Austausch Dienst (DAAD) das Programm „Public Policy and Good Governance“ ins Leben gerufen. Zukünftige Führungskräfte in Politik, Recht, Wirtschaft und Verwaltung aus den betreffenden Ländern sollen dabei nach den Prinzipien guter Regierungsführung akademisch weitergebildet und auf ihre spätere berufliche Tätigkeit praxisorientiert vorbereitet werden.
Hochschulen aus ganz Deutschland mit entsprechenden Masterstudienangeboten konnten sich beim DAAD, der die Studienplätze der internationalen Studierenden finanziert, für die Teilnahme an diesem Programm bewerben. Die Fachhochschule Osnabrück überzeugte mit dem Masterstudiengang Management in Nonprofit-Organisationen: Zum Wintersemester beginnen jetzt neun Studierende aus Indonesien, Kenia, Kolumbien, der Mongolei, Uganda und Brasilien ihr Studium im Rahmen des DAAD-Programms. „Mit dem Wissen, das die Studierenden bei uns erwerben, sollen sie später dazu beitragen in ihren Heimatländern demokratische Strukturen zu etablieren und dabei helfen eine Wirtschafts- und Gesellschaftsform aufzubauen, die auf der Überwindung sozialer Gegensätze beruht“, erläutert Prof. Dr. Rolf Wortmann, Studiengangsbeauftragter des Masterprogramms.
Die Motivation der Studierenden zur Teilnahme am Programm ist vielfältig. Alle möchten mit daran arbeiten, demokratische Strukturen und bessere Lebensbedingungen in ihrer Heimat zu schaffen. Pedro Schunemann Christófaro Silva aus Brasilien engagiert sich z. B. für Umweltpolitik und arbeitete vor seinem Masterstudium bereits für eine brasilianische Behörde im Bereich der Bioenergie: „Ich habe mich schon während meines Bachelorstudiums sehr für Umweltpolitik interessiert – dabei habe ich schnell gemerkt, dass man an seinem eigenen Lebensstil zwar etwas ändern kann, aber dass man damit dann lange noch keine saubere Umwelt schafft. Um wirklich einen Unterschied zu machen, muss man auf politischer Ebene daran mitarbeiten.“

